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Eintr�ge der Kategorie Urlaub

Sommer 2010 in der alten Heimat

Sommer. ZwanzigZehn.

Die Reinkarnationsfladens in versammelter Mannschaft machten sich auf den Weg … Den restlichen Eintrag lesen »

Reisetagebuch – III.

26.01.2008

Zuerst einmal muss erwähnt werden, dass der Axel vergessen hat, Claudis Bade/Dusch- und Haarwaschutensilien einzupacken! [Dieses Vorgehen wurde aber behoben zumindest in der Hass-Liste, weil er das Objektiv ein bisschen ganz gemacht hat.]

Frühpirsch!!!
Früh bedeutet noch vor dem Aufstehen aber nach dem Zähneputzen um exakt 5:43. Als Highlight dieser Pirschfahrt sollte sich ein Rudel [Anzahl der Tiere = 4] Löwinnen entpuppen. Außerdem trafen wir natürlich die üblichen Verdächtigen: Elefanten, Zebras, Gnus, Impallas, Hyänen, Strauße, Kraniche und Antilopen. Also generell schon recht viel Getier.

Ankunft zurück im Camp. Frühstück. Mit Speck und so … viel zu viel. Dann ging es ab nach Tsavo West. Rucksäckl geschnürt und ab in den Bus. Claudis gefangenes Mistkäferbaby musste leider zurückbleiben.

Rambazamba, Zambaramba über gefühlte 1 Mio km. [der Autor hat hier bewusst, die im analogen beschriebenen Tausend Kilometer vervielfacht]. Polizeicheckpoint an der Grenze zu Tansania. Sicherheitshalber gehts hier im Konvoi weiter und mit Waffenschutz. Touristen müssen hier gegen die verstärkt aufkommenden Souvenirhändler kämpfen. Bloß nicht die Fenster öffnen auch wenn der Sauerstoff langsam weniger wird.

Lavafelder. Name ist betitelt mit [XXX XXX]. Also zumindest im Tagebuch. Aber das wird sicher nur ein Platzhalter sein, weil der aktuelle Autor den Namen nicht wusste. Auch ins englische wurde das ganze übersetzt Lava Flow [XXX XXX]. Sehr clever. Jetzt die Anweisung “Ist im Reiseführer nachzuschauen.”
Die Temperaturen waren hoch. Die Meute schwitzt. Horido. Alles sieht aus wie eine geplatzte Autobahn.

Nächste Halt Tsavo West. Bitte rechtzeitig den Haltewunsch bekannt geben. Doch kurz zuvor gehts ab zur “Mzima Springs”. Eine Quelle. Überall blubbernde Wassermassen. Wir dürfen das Auto verlassen und durch die Anlage schreiten. Natürlich bewacht von einem weibl. Ranger mit dem Maschinengewehr unterhalb der Achselhöhle. Hier soll es Krokodil(e) geben. Die Mehrzahl können wir leider nicht bestätigen. Und auch nicht 100%, ob das gesehene Exemplar echt war. Flußpferde liegen im See rum. Und sie pupsen. Eins nach dem anderen. Blubb Blubb – daher auch die blubbernden Wassermassen. Vielleicht gab es auch noch andere Tiere. Wir haben es leider nicht hören können, denn die Polen/Tschechen haben den Ranger lautstark übertönt.

Nachdem die Örtlichkeiten auf Sauberkeit überprüft wurden, ging es wieder ab in den Bus nach Tsavo West.
Ngulia Lodge. Traumhafter Blick über den ganzen Park. Ein Nashornreservat. Existenz der Tiere bleibt unbestätigt. Der Autor hält es für einen Mythos. Aber einen schicken Leoparden gab es.
Abends verbrachten wir die Zeit bis zum Highlight mit essen und duschen. Irgendwann pirschte sich ein Leopard an und schnappte sich das extra für ihn drappierte Fleisch. Beleuchtet, damit auch die nachtblinden Stadtbewohner etwas sehen und das Schauspiel verfolgen können. Plappernde Polen/Tschechen wurden gemobbt. Klick klick klick aus allen Ecken. Jeder versuchte ein Foto zu machen, was den eigenen Ansprüchen genügen würde, um es den Verwandten daheim zu zeigen. Es muss nicht erwähnt werden, dass das beste Foto/die besten Fotos auf unserer Speicherkarte schlummern.

Das war der letzte Abend unserer Safari-Rundreise. Den nächsten Urlaubsbericht werden wir aufgrund der aktuellen Wetterlage noch ein bisschen hinauszögern. Es schmerzt zu sehr im Herzen an die heißen Temperaturen zurückzudenken, wenn draußen der Schnee vom Himmel fällt. Bilder werden auch noch nachgereicht.

Reisetagebuch – II.

25.01.2008

Heute. Mitten in der Nacht aufstehen. *Muhar* alles voll Nebel da draußen. Der böse Nebel hat den schönen Stein gefressen.

Der William will schon recht zeitig unser Gepäck abholen. Obwohl Frau noch halb in Unterwäsche rumturnt. Essen fassen. Rein ins Auto. Abfahrt.

Ab nach Amboseli.
Über Stock und Stein. Immer geradeaus die nicht endenwollende Straße entlang. Nach jedem Hügel beginnt sie wieder von vorn … und täglich grüßt das Murmeltier.

Der Kilimandjaro ist unser Begleiter. Fast angekommen. Das Mittagessen wartet in der Ol-Tukai-Lodge, während wir vor zwei rivalisierenden Elefantenbullen stehen. Mitten auf der Straße. Wir bewegen uns nicht. Die Elefanten bewegen sich nicht. Langweilig. Also heißt es den Motor ein bisschen aufheulen lassen und dann mit durchdrehenden Reifen ab durch die Mitte zwischen den Elefanten durch.


Hier. Tierparadies. Überall!!!! Savanne wechselt sich mit fruchtbarster Landschaft und Sumpfgebieten ab. Auf den Millimeter genau. Nicht so wie man es in der Schule lernt. Von wegen sanfter und leichter Übergang der Landschaft. Ist alles eine Lüge!

Riesige Elefantenherden. Links. Rechts. Vorn. Hinten. Aussteigen. Anfassen. Los! Trau dich. Nein. Ist verboten. Auf in die Lodge.

Garten Eden gibt es wirklich. Vor dem eigenen Häuschen grasen Gnus, Zebras, Elefanten und anderes Getier. So lässt es sich aushalten. Drei kleine Drähte trennen uns voneinander. So winzig klein. Aber mit Strom! Endlich Mittagessen. Wuha! 4 Gänge. Wo soll all das Essen hin?

Rucksäckl schnüren. Ab gehts. Knips. Knips. Massaidorfbesichtigung. Die wohnen in Hütten aus Kuhdung. Wir auch. Aber nur knapp 5 Minuten. Beim traditionellen Begrüßungstanz hüpft auch der Axel durch die Gegend. Hüpf Axel hüpf. Über den ansässigen Markt der Massaifrauen schlendern wir nur widerwillig.



Giraffen, Leoparden Geparden [sagt der Axel], Gnus, Zebras, Büffel, Elefanten, Kraniche. *rattadatatt* *knirsch* Aaah! Debakel. Objektiv tot. Claudi traurig. Alles doof! Mäh.
Fotografieren mit Standardbrennweite. Sterben. Jetzt. Los. Irgendwann beruhigt sich die Lage. Gibts halt keine Bilder mehr. Für den Rest des Tages wird nur noch genossen. Ohne Knipsen. Die Elefantenbullen stehen immer noch wie angewurzelt. Wohlmöglich sind sie gar nicht echt.

Zurück von der Safari. Dusche. Huch, die Beine waren gar nicht braun gebrannt …

Schlendern durch den Garten Eden auf dem Weg zum Abendessen. Blick nach rechts. Nilpferd. Groß. Ganz nah am Zaun. Die eigene Muttersprache wird langsam aber sicher durch die englische verdrängt. Kann ja mal passieren.


Reisetagebuch – I.

22.01.2008

Zugfahrt nach Frankfurt(Main).
Sie verlief ohne besondere Vorkommnisse. Dazu wäre der Zug auch viel zu leer gewesen.
MrBaer war etwas wehmütig. Ich glaube er wäre lieber daheim geblieben.
Ankunft pünktlich am Flughafen. So groß der Flughafen und so klein die Claudi. Doch mit dem neuen orangenen Koffer konnte nichts schief gehen.
Axels Koffer wird nach der Reise zur Adoption frei gegeben – rollt nicht gut.

23.01.2008

Nachtflug. 8h. Claudis erster Flug.
Fliegen ist a) langweilig und wird b) völlig überbewertet und überschätzt.
Ein Haargummi ging leider verloren. Vielleicht freut sich ja der Finder drüber.
8Uhr (glaube ich). Ankunft in Mombasa nach einem kurzen Zwischenstopp in Tansania.
Aussteigen. Vor einer dicken Wand aus heißer Luft stehen. Gucken. Staunen. Freuen.
Wir sind da.

Das Gepäckband macht vorzeitig Feierabend. Zum Glück war Claudis Koffer schon da. Der große musste manuell abgeholt werden.
Nur ein Koffer darf mit auf Safari kommen. Wir haben aber zwei. Bingo. Dumm gelaufen. Umpacken. Koffer eins auf. Koffer zwei auf. Lauter Afrikanische Menschen sehen unsere Unterwäsche und unsere Lack- und Lederkleidung. Chaos erzeugen. Sachen bunt mischen. Koffer wieder zu. Horido.
“Hallo Safariführer”. Irre Wimpern der Mensch. Wahrscheinlich schon mit einer Wimpernzange in der Hand geboren. Verrückt. Name …. hm in Lautschrift [Tschabba]. Total lieb und unser Papa für 5 Tage.
Ab in den Bus. Bloß nicht zimperlich sein.

RamabZamba, RambaZambaZambaRamba. Aber auch normal geteerte. Bzw eine normal geteerte Straße.
Ankunft im Camp nach einer Fahrt mitten durch Mombasa und mitten durch den Busch. Haben für uns beschlossen, dass wir keine Stadtrundfahrt benötigen.
Das Camp. Ganz viel Hui ohne Pfui. Mitten in der afrikanischen Bilderbuchlandschaft. Mit Pool. Ein Traum. Schnell den Bikini auspacken und Temperaturtest machen. Hach. Wie daheim in der Badewanne. So verschmerzt man auch die polnisch oder tschechischen auf jeden Fall aber slawischen Mitreisenden, die Ohrenbluten verursachen. Aber nur ein bisschen.

24.01.2008

Safari. Nach wunderbarst toller Nacht.
Nebel liegt überall rum. Die Elefanten stehen früh auf wurde gesagt, also müssen wir das auch. Fällt aber total leicht. MrBaer bleibt im Camp.
Einstündige Fahrt. Tierlose Durststrecke im Tsavo Nationalpark. [im Notizbuch steht Nationaltag. Das war wohl ein Irrtum der Autorin. Schieben wir es auf das Jetlag und auf die damalige Position innerhalb des Universums.]
Wir geben uns zu Anfang mit einem Elefanten in riesiger Entfernung zufrieden. Auf dem Kameradisplay ist er trotz 300mm Objektiv nicht einmal 7mm groß. Selbst die ortsansässigen “Rehe” [Gazellen & Co.] und Vögel beeindrucken uns noch.
Doch dann. Ein Elefant nach dem anderen. Vor dem Auto. Direkt. Ha!
Löwen, Antilopen, 1001 Vögel. Groß. Klein.
1/8 Nilpferd in einem See. Zebras.
Tollst.
Abendliches Sonnenbaden mit unseren Freunden den Pavianen. Am letzten Abend im Rockside Camp gibts leckerstes Essen vom großen Grill. Sogar der Claudi mundet ein Rindfleischspieß. Danach hopp hopp ins Bett und noch schnell den Geckos Gute Nacht gesagt.

Wir sind zurück.

Deutschland hat uns wieder.
Claudi, Axel und Mr. Baer sind am 06.02. kurz nach 22 Uhr in der Herbststraße 3 gelandet. Gesund, munter nicht mehr ganz dolle und leicht gebräunt.

Meldung aus Afrika

Hallo an alle.

Wir melden uns ganz kurz aus Afrika. Die Tastatur hat nur noch ein paar aufgedruckte Buchstaben, den Rest muss man erraten.
Uns geht es gut. Die Sonne knallt, das Essen schmeckt und alles ist ganz wunderbar.

Liebe Gruesse
C&A